Arginin
Faktenübersicht
Arginin

Übersicht
Was bewirkt Arginin?
Die Aminosäure Arginin verbessert die Elastizität Ihrer Gefäße und beugt somit Ablagerungen und Bluthochdruck vor. Arginin ist ebenso für die Entgiftung Ihres Körpers und ein schnell reagierendes Immunsystem verantwortlich.
Inhaltsverzeichnis
Schnelle Infos →
Gut zu wissen →
Funktion und Wirkung →
Mangelsymptome →
Empfohlene Tagesmenge →
Die besten Lebensmittel →
Wie einnehmen →
Überschuss →
Arginin
Schnelle Infos

Bezeichnung | Arginin |
Summenformel | C6H14N4O2 |
Symbol | R |
Essentiell | Teilweise |
Aggregatzustand | Fest |
Löslichkeit in Wasser | Gut löslich |
In Proteinen | 3 bis 6% |
Arginin
Gut zu wissen
Arginin zählt zu den basischen Aminosäuren und hat den höchsten Stickstoffanteil aller Aminosäuren. Ihr Körper kann aus anderen Aminosäuren und Vorstufen Arginin selbst herstellen, allerdings reicht die eigens produzierte Menge nicht aus, um Ihren Bedarf vollständig zu decken.
Arginin gehört somit zu den semi-essentiellen Aminosäuren. Vor allem Neugeborene und Kinder können aber nur geringfügig Arginin selbst herstellen, so dass es für sie essentiell ist und beinahe komplett über die Nahrung zugeführt werden muss.
In diesen Fällen übersteigt Ihr Bedarf an Arginin die vom Körper bereitgestellte Menge:
- Arteriosklerose
- Bluthochdruck
- Chronische Entzündungen
- Erektionsstörungen
- Gefäßerkrankungen
- Schwangerschaft
- Stress
- Verletzungen
- Wachstumsphase
Auch im Alter steigt Ihr Bedarf an Arginin steil an: In Ihrem Blut ist dann ein erhöhter Anteil eines Stoffes (Asymmetrisches Dimethylarginin, ADMA), der Diabetes, verschiedene Gefäß- sowie Herz-Kreislauf-Krankheiten, auslösen kann, vorhanden.
Arginin neutralisiert diesen Stoff, der im Alter um das Vierfache ansteigt. Allerdings wird eine 40-fach höhere Konzentration gebraucht, um die gefährlichen Effekte dieses Sterblichkeitsfaktors zu eliminieren. Entscheidend dabei ist auch die Konzentration von oxidativem und nitrosativem Stress und schlussendlich das Arginin-ADMA-Verhältnis.
Arginin
Funktion und Wirkung
- Anti-Aging
- Entgiftung des Körpers
- Gedächtnis verbessern
- Gefäßerweiterung
- Immunsystem stärken
- Kraft- und Ausdauersteigerung
- Muskelaufbau
- Regeneration
Anti-Aging
Arginin wirkt Ablagerungen und Entzündungen in Ihren Gefäßen entgegen. Damit verringert es die Wahrscheinlichkeit, altersbedingte Beschwerden und Krankheiten wie Arteriosklerose, Demenz, Herzinfarkt sowie Schlaganfall zu erleiden.
Arginin und das daraus resultierende Stickoxid wirken antioxidativ, immunmodulierend und zellschützend. Aufgrund dieser Eigenschaften senkt es Ihr biologisches Alter und hält Ihre Gefäße gesund und leistungsfähig.
Entgiftung des Körpers
Arginin ist Bestandteil des Harnstoffzyklus. Dieser dient unter anderem dazu, beim Abbau von Proteinen die Aminogruppen der Aminosäuren ohne Bildung des toxischen Ammoniaks aus dem Körper zu schleusen. Das Arginin wird in der Leber gebildet und sorgt für die Ausscheidung des Harnstoffs über den Urin.
Weil ein Überschuss an Ammoniak toxisch auf Nervenzellen wirkt und unter anderem auch Schlafstörungen (insbesondere Einschlafstörungen) verursachen kann, kann die Gabe von Arginin auch für einen erholsameren Schlaf sorgen.
Gedächtnis verbessern
Die erhöhte Produktion von Stickstoffmonoxid sorgt für elastische Gefäße und eine höhere Versorgung mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen, wie z.B. Glukose. Je mehr davon im Gehirn ankommt, desto besser ist Ihre Gehirnleistung. Ihre kognitiven Fähigkeiten und Ihr Gedächtnis werden leistungsfähiger.
Deshalb ist es auch sinnvoll, Arginin bei z.B. Demenzkranken einzusetzen. Grundsätzlich gilt: Je besser die Durchblutung und damit die Nähr- und Sauerstoffversorgung des Gehirns, desto geringer das Risiko für Alzheimer und Demenz. Viele Studien belegen das.
Gefäßerweiterung
Arginin entspannt und erweitert Ihre Blutgefäße. Das führt zu einer besseren Durchblutung mit vielen positiven Effekten.
- Zum einen werden Ihre Muskeln besser mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen versorgt, so dass sie länger leistungsfähig sind und der Zeitpunkt der Erschöpfung nach hinten verschoben wird.
- Die gefäßerweiternde Wirkung des Arginins wirkt sich auch auf die Potenz des Mannes aus. Dank der vermehrten Blutzufuhr verbessert sich die Erektionsfähigkeit, was sich in häufigeren und länger anhaltenden Erektionen bemerkbar macht.
Immunsystem stärken
Arginin stärkt besonders dann Ihr Immunsystem, wenn Sie krank sind oder sich intensiven Belastungen ausgesetzt haben. Es erhöht die Aktivität Ihrer Abwehrzellen und der Kollagenbildung im Rahmen von Wundheilungen.
Weiterhin stimuliert Arginin die Thymusdrüse, die besonders in jungen Jahren für die Produktion von Abwehrstoffen zuständig ist. In ihr werden bestimmte weiße Blutkörperchen geprägt, um Krankheitserreger zu erkennen und von gesunden Zellen unterscheiden zu können.
Arginin hält auch die Zellen Ihrer Darmschleimhaut gesund. Der Darm (besonders der Dickdarm) und seine Bakterien sind von großer Bedeutung für das Immunsystem. In ihm befinden sich rund 80% der Zellen Ihres Immunsystems.
Kraft- und Ausdauersteigerung
Das in Ihrem Körper zu Stickstoffmonoxid (NO) verstoffwechselte Arginin hat positiven Einfluss auf die glatte Muskulatur Ihrer Gefäße. Ihre Blutgefäße erweitern sich und die Bronchialmuskulatur entspannt sich. So nehmen Sie mehr Sauerstoff auf und versorgen Ihre Muskeln und Organe effizient.
Muskelaufbau
Arginin zeigt eine positive Wirkung auf Ihre Ausdauer, Kraft und Regenerationsfähigkeit. Es setzt Wachstumshormone (HGH, Prolaktin, Glukagon) frei, fördert die Kreatinspeicherung und verbessert Ihre Durchblutung. Damit lässt sich insbesondere bei Ausdauersportarten die Zeit bis zur Erschöpfung hinauszögern.
Weiterhin wirkt Arginin einem Anstieg von Ammoniak und Laktat entgegen, so dass sich auch das "Brennen" während intensiver Ausdauerbelastung verzögern lässt.
Regeneration
Arginin kann zur besseren Regeneration direkt nach intensiver Belastung (Sport oder Stress) eingenommen werden. Durch die Bereitstellung von Stickstoffmonoxid verbessert es die Wundheilung und unterstützt Ihre Leber beim Entgiften Ihres Körpers. Stoffwechselprodukte wie z.B. Ammoniak werden schneller abgebaut.
Arginin
Mangelsymptome
- Angststörungen
- Bluthochdruck
- Diabetes
- Gefäßablagerungen
- Infektanfälligkeit
- Konzentrationsstörungen
- Unruhe
- Schlaflosigkeit
- Stimmungsschwankungen
- Wundheilungsstörungen
Arginin
Empfohlene Tagesmenge
Generell gibt es keine konkrete Zufuhrempfehlung für Arginin. Bei einer täglichen Proteinzufuhr von etwa 80 Gramm pro Tag ergibt sich ein Anteil an Arginin von 2,4 bis 4,8 Gramm pro Tag.
Entscheidend für den Bedarf an Arginin sind Faktoren wie oxidativer und nitrosativer Stress sowie das Verhältnis von Arginin und ADMA.
Arginin
Die besten Lebensmittel
Ein abwechslungsreicher Speiseplan enthält neben pflanzlichen auch tierische Nahrungsmittel und ist wichtig für Ihre Gesundheit. Nur so erreichen Sie die empfohlene Tagesmenge an Arginin und der anderen Aminosäuren.
Pflanzliche Lebensmittel (100 g)
- Kürbiskerne 5200 mg
- Erdnüsse 3500 mg
- Linsen 2200 mg
- Erbsen 2100 mg
- Sojabohnen 1000 mg
Tierische Lebensmittel (100 g)
- Hähnchenbrust 1400 mg
- Rindfleisch 1380 mg
- Schweinefleisch 1350 mg
- Lachs 1300 mg
- Hühnerei 820 mg
Arginin
Wie einnehmen
Die Wirkung von Arginin setzt bereits 20 Minuten nach der Einnahme ein und hält ungefähr drei Stunden an. Eine regelmäßige Einnahme verbessert die Wirkung.
Wenn Sie die Wirkdauer von Arginin verlängern möchten, sollten Sie es zusammen mit der Aminosäure Citrullin einnehmen. Citrullin wird in Ihrem Körper in Arginin umgewandelt. Das geschieht aber nur sehr langsam, so dass die Wirkung nach und nach einsetzen kann und die Konzentration im Blut aufrechterhalten bleibt.
Arginin
Überschuss
- Durchfall
- Kopfschmerzen
- Leistungsschwäche
- Magenschmerzen
- Übelkeit
Inhaltszusammenfassung
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