Übelkeit
Übelkeit
Übelkeit

Übersicht
Was hilft gegen Übelkeit?
Übelkeit kann vielfältige Ursachen haben. Neben Infektionen, verdorbenem Essen und manuellen Einflüssen sind auch seelische Probleme oft Auslöser. Linderung können Sie sich oft schon mit einigen bewährten Hausmitteln verschaffen.
Inhaltsverzeichnis
So äußert sich Übelkeit →
Ursachen für Übelkeit →
Hausmittel gegen Übelkeit →
Diese Vitamine helfen →
Mineralstoffe gegen Übelkeit →
Mit Heilkräutern gegen die Beschwerden →
So hilft die TCM →
Übelkeit
So äußert sich Übelkeit
Übelkeit nehmen Sie als unangenehmes Gefühl im Oberbauch wahr, das häufig mit Appetitverlust, Niedergeschlagenheit und einer generellen Leistungsschwäche verbunden ist. Nimmt die Übelkeit zu, stellt sich ein Brechreiz ein, Ihre Hände beginnen zu schwitzen und Ihr Herzschlag beschleunigt sich.
Weitere Begleitsymptome bei Übelkeit können sein:
- Bauchschmerzen
- Fieber
- Kalte Füße
- Kopfschmerzen
Übelkeit
Ursachen für Übelkeit
- Ekel
- Geschwür
- Infektion
- Hormonelle Ursachen
- Magenschleimhautentzündung
- Migräne
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten
- Reizmagen
- Stress
- Vergiftungen
- Verschobener (Atlas-)Wirbel
Alles zum Atlaswirbel →
Übelkeit
Hausmittel gegen Übelkeit
- Akupressur
- Geriebener Apfel oder Banane
- Haferschleim
- Ingwer
- Kräutertee
- Leichte Brühe
- Möhrensuppe
- Rollkur
- Zwieback und Weißbrot
Akupressur
Die Massage des Akupressurpunktes Perikard 6 hilft gegen Übelkeit und Erbrechen. Er befindet sich mittig an der Innenseite Ihres Unterarmes, zwei Finger breit unter Ihrem Handgelenk. Massieren Sie etwa zwei Minuten mit einem Finger vom Körper weg zur Hand, bis eine entspannende Wirkung einsetzt.
Geriebener Apfel oder Banane
Beim Reiben dieser beiden Obstsorten werden Pektine freigesetzt, die überschüssige Säuren binden. Damit schützen sie Ihre Magenschleimhaut vor Übelkeit auslösenden Reizungen.
Reiben Sie einen Apfel mit einer Küchenreibe klein und lassen ihn für ein paar Minuten stehen. Wenn sich die Masse bräunlich verfärbt hat, sind die meisten Pektine freigesetzt worden.
Haferschleim
Haferflocken enthalten Eiweiße, die beim Erwärmen eine schleimige Konsistenz entwickeln. Dieser Schleim hält Ihre Magenschleimhaut geschmeidig und lindert akute Schmerzen. Zudem sind Nährstoffe darin enthalten, die Ihren Körper wieder stärken.
Die Konsistenz des Breis beruhigt also Ihre Magenflora und fördert die Verdauungsprozesse. Nehmen Sie kleinere Portionen über den Tag verteilt zu sich, um Ihren Magen minimal zu belasten. Wenn Sie etwas Geschmack in Ihren Haferschleim bringen möchten, können Sie auch eine Haferschleimsuppe zubereiten. So einfach geht’s:
Haferschleimsuppe
Zutaten
- Haferflocken
- Gemüsebrühe
- Suppengemüse
- Salz
- Petersilie
Zubereitung
- 60 bis 80 Gramm Haferflocken in 1 Liter Gemüsebrühe
- Auf niedriger Hitze ca. 25 Minuten köcheln lassen
- Regelmäßig umrühren
- Nach Belieben mit Salz und Petersilie abschmecken
Würzen Sie die Haferschleimsuppe nicht zu sehr, wenn Sie an akuten Beschwerden leiden. Sie können das Rezept gern auch variieren: Sie können die Haferflocken zuerst etwas anrösten, um ein nussiges Aroma zu erhalten oder Sie bereiten Ihren Haferschleim mit Milch zu, wenn Sie keine herzhafte Suppe möchten.
Ingwer
Ingwer wirkt aufgrund seines Inhaltsstoffes Gingerol und seinen ätherischen Ölen gegen Übelkeit und Erbrechen. Es regt die Magenbewegung an und beschleunigt den Transport des Mageninhaltes zum Darm. Gleichzeitig regt er die Produktion von Gallesäften an, was sich ebenfalls positiv auf eine zügige Verdauung auswirkt.
Ingwer aktiviert Ihre Verdauung, wirkt entzündungshemmend und bekämpft sogar Viren in Ihrem Körper. Begünstigend kommt hinzu, dass er Ihr Immunsystem kräftigt und Ihren Kreislauf anregt.
Sie können auf frischen Ingwerstückchen kauen oder sich einen Ingwertee zubereiten:
- Ein paar Scheibchen geschälten Ingwer in ein Glas
- Mit heißem Wasser aufkochen und 10 Minuten ziehen lassen
Mehr zum Ingwer →
Kräutertee
- Anis
- Fenchel
- Kamille
- Kümmel
- Pfefferminze
- Salbei
Wenn Sie an Übelkeit leiden, sollten Sie auf alle Fälle genügend trinken. Die Flüssigkeit hält Ihre Schleimhäute geschmeidig, spült Giftstoffe aus Ihrem Körper und sorgt für einen geregelten Flüssigkeitshaushalt, der bei Magen-Darm-Problemen mit all seinen Begleitsymptomen oft nicht ausgeglichen ist.
Kräutertees enthalten viele verdauungsfördernde ätherische Öle, die Ihrem Bauch guttun. Trinken Sie aber nicht zu heiß: Das würde Ihren Magen eher reizen als helfen. Servieren Sie lauwarm und trinken Sie in kleinen Schlücken, um die beste Wirkung auf Ihren Magen zu erhalten.
Leichte Brühe
Hühner- oder Gemüsebrühe ist ein bewährtes Hausmittel bei Übelkeit. Deren Flüssigkeit und Elektrolyte hilft, Ihren Magenhaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Belassen Sie es bei frischen und leichten Zutaten, die schnell verdaut werden können.
Möhrensuppe
Die vielen Ballaststoffe in Möhren binden Giftstoffe und leiten sie über die Verdauung nach außen.
Rollkur
Kamillentee beruhigt Ihren Magen und lindert Ihre Beschwerden auf natürliche Art und Weise. Das besondere an der Rollkur ist, dass Sie nach und nach alle Seiten Ihres Magens mit Tee behandeln.
Trinken Sie dafür eine halbe Tasse Kamillentee und legen Sie sich für 10 Minuten auf den Rücken. Danach trinken Sie wieder eine halbe Tasse Tee und legen sich für 10 Minuten auf die linke Seite. Gleiches wiederholen Sie auf dem Bauch- und der rechten Seite liegend.
Atmen Sie dabei tief und entspannen Sie sich aktiv. Führen Sie die Rollkur auch nur auf nüchternen Magen durch, da Ihr Mageninhalt sonst den Heilungsprozess verhindert.
Zwieback und Weißbrot
Entzündliche Magen-Darm-Beschwerden führen oft zu einem Überschuss an Magensäure. Diese Magensäure greift die Magenschleimhaut an und verschlimmert Ihre Beschwerden. Essen Sie etwas Zwieback oder Brot, das überschüssige Säure aufsaugt und Ihren Magen beruhigt.
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Mehr erfahren
Vitamine bei Übelkeit
Diese Vitamine helfen
Vitamin B6
Bei verschiedenen Formen der Übelkeit, wie z.B. ausgelöst durch Schwangerschaft oder bei Reisen, hat sich Vitamin B6 (Pyridoxin) als wirksames Gegenmittel erwiesen. Es aktiviert den Eiweißabbau und verhindert eine Anhäufung von bestimmten stickstoffhaltigen Stoffwechsel-Zwischenprodukten, die für das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen verantwortlich sind.
Vitaminmangel Selbsttest →
Mineralstoffe bei Übelkeit
Mineralstoffe gegen Übelkeit
Kalium
Kalium regelt den Elektrolythaushalt und sorgt für eine reibungslose Kommunikation zwischen Zellen und Nerven. Mangelsymptome wie Krämpfe und Lähmungen schlagen sich auch auf die Verdauungsorgane nieder, die ihre Funktion nicht mehr wie gewohnt erfüllen können.
Konsequenzen des Mangels sind Verdauungsprobleme wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Verstopfungen.
Die Konzentration von Kalium im Serum sollte zwischen 3,5 und 5,5 mmol/l liegen.
Magnesium
Magnesium entspannt Ihre Muskeln. Wenn Sie zu wenig des wertvollen Mineralstoffes zu sich nehmen, leiden Sie bald unter Muskelkrämpfen und Verspannungen. Im Bereich Ihrer Verdauung drohen Magenkrämpfe und Reizdarmsymptome, die in der Regel auch Übelkeit auslösen.
Magnesium ist wichtig für das Zusammenspiel von Muskeln und Nerven. Besonders der von Nerven durchzogene Darm reagiert schnell empfindlich auf Mangelzustände. Die beschriebenen Symptome gehen mit einem Wechsel von Durchfall und Verstopfungen einher.
Wenn Sie an Durchfall leiden, nimmt Ihr Körper noch weniger Magnesium aus der Nahrung auf und die Mangelsymptome verstärken sich.
Die Konzentration von Magnesium im Serum sollte zwischen 0,7 und 1,1 mmol/l liegen.
Natrium
Natrium ist für die Reizweiterleitung von Nervenimpulsen, die Muskelarbeit und die Wasserverteilung in Ihrem Körper zuständig. Die Symptome bei einem Mangel entstehen überwiegend durch Funktionsstörungen Ihres Gehirns. So kommt es zu Kopfschmerzen, Krampfanfällen, Muskelzittern und Übelkeit.
Das Gehirn versucht bei einem Mangel Wasser aus dem Blut zu ziehen, um die Natriumkonzentration wieder anzuheben. Dabei steigt der Druck im Hirn und die Symptome nehmen zu.
Die Konzentration von Natrium im Serum sollte zwischen 135 und 145 mmol/l liegen.
Heilkräuter bei Übelkeit
Mit Heilkräutern gegen die Beschwerden
- Artischocke
- Ingwer
- Nelkenwurz
- Pfefferminze
- Zimt
TCM bei Übelkeit
So hilft die TCM
Aufgabe des Magens
In der traditionellen chinesischen Medizin ist der Magen zusammen mit der Milz die Quelle des Qi, der Lebensenergie, die den gesamten Körper versorgt. Ausreichend Qi ist wichtig, um dauerhaft gesund zu bleiben.
Gemeinsam mit dem Darm bildet der Magen die innere Barriere gegen Krankheiten. Er hat zudem die Aufgabe, für ausreichend gute Körpersäfte zu sorgen. Wenn Sie unter trockener Haut, dünnen Schleimhäuten und geringer Belastbarkeit leiden, reicht es nicht aus, nur mehr zu trinken: Wichtig sind dann saftige Speisen, wie Gemüsesuppen, Eintöpfe, Obst und Gemüse.
Erste Anzeichen für Magenschwäche (mangelndes Magen-Qi):
- Appetitlosigkeit
- Aufstoßen
- Übelkeit
- Völlegefühl
Bei weiterer Belastung Ihres Magens können Durchfall, Magenschmerzen, Sodbrennen und Übersäuerung hinzukommen.
Magen-Kälte
Ursachen
- Kaltes Essen und Trinken
- Milchprodukte
- Rohkost
Symptome
- Druckgefühl im Oberbauch
- Geruchloser Stuhl
- Kein Durst
Behandlung
- Abkühlende Nahrungsmittel (z.B. Milchprodukte) reduzieren
- Gekochte Mahlzeiten essen
- Gekühlte Speisen und Getränke meiden
- Wärmende Gewürze wie Ingwer, Kardamom und Zimt verwenden
Magen-Hitze
Ursachen
- Alkohol
- Fleisch
- Kaffee
- Rauchen
- Scharfes Essen
- Stress
Symptome
- Brennende Schmerzen
- Durst auf kalte Getränke
- Gereizte Stimmung
- Halsschmerzen
- Heißhunger
- Mundgeruch
- Sodbrennen
- Übersäuerung
- Zahnfleischbluten
Behandlung
- Aktives Entspannen
- Gebratenes und Frittiertes vermeiden
- Genussmittel (Alkohol, Rauchen) vermeiden
- Pflanzliche Lebensmittel essen
- Suppen und Eintöpfe zubereiten
- Scharfe Gewürze vermeiden
Magen-Trockenheit
Ursachen
- Scharfe Speisen
- Trockenes Essen (z.B. Knabbereien)
- Unterernährung
Symptome
- Geringer Appetit
- Magenschleimhautentzündung
- Trockener Mund
- Untergewicht
- Verstopfungen
Behandlung
- Regelmäßig essen
- Saftige Kost (Eintöpfe, Suppen)
- Scharfes Essen und Genussmittel reduzieren
- Trocknendes Essen reduzieren
- Warme Mahlzeiten, auch Frühstück
Gute Essgewohnheiten
Am wichtigsten ist, dass Sie sich gesund und regelmäßig ernähren, um Ihren Verdauungstrakt bei Kräften zu halten. Allein schon dadurch können viele Krankheiten oder Schwächen Ihres Verdauungstraktes geheilt werden.
So ernähren Sie sich nach der TCM gesund:
- Keine anstrengenden Diskussionen beim Essen
- Langsam essen und gründlich kauen
- Nicht gefrustet essen
- Nicht völlig satt essen
- Regelmäßige Mahlzeiten
- Viel warmes Essen
- Warme Getränke oder Suppen zum Essen
Inhaltszusammenfassung
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